Sie befinden sich hier: Startseite / Aerosalon Le Bourget +++ NIE WIEDER !!!! +++
Das war das erste und letzte Mal, dass ich mir den Aerosalon in Le Bourget angetan habe.
Die ILA in Berlin ist weitaus besser ....
Im Oktober 2004 hatte ich bereits für einen Kollegen und mich bei Germanwings günstige Flüge ergattert.
Nachdem wir im Mai 2004 von der ILA in Berlin so angetan waren konnten wir den Aerosalon in Le Bourget kaum abwarten.
Handelt es sich dabei doch um die größte Luftfahrtausstellung der Welt.
Endlich war der 18.06.2005 gekommen und es konnte los gehen.
Um 05.30 Uhr am Flughafen Köln/Bonn angekommen checkten wir sofort für den Flug Germanwings 4U 402 nach Paris ein.
Pünktlich zu 7.00 Uhr starteten wir bei tollstem Wetter.
Nach ca. 45 Minuten landeten wir bereits auf dem Flughafen Charles de Gaule und stiegen am Terminal 3 aus.
Da wir vom Flughafen aus mit der RER (Bahn) nach le Bourget fahren wollten mussten wir ersteinmal den Bahnhof suchen.
Es dauerte ca. eine halbe Stunde bis wir aus den vorzufindenden Wegweisern am Flughafen schlau wurden.
Ein kostenloser Shuttlebus brachte uns dann zum Bahnhof, der sich nahe des Terminal 1 befindet.
Jetzt hies es nur noch Tickets kaufen und dann rein in die Bahn.
Aber weit gefehlt !
Für alles Mögliche hatten die Franzosen dort Fahrausweisautomaten stehen, nur nicht für die RER.
Dafür gab es extra drei Kassenhäuschen, vor denen sich ewig lange Menschenschlangen geduldeten.
30 Minuten waren in etwa vergangen und wir erhielten unsere Tickets.
6,50 € für eine einfache Fahrt (von ca. 15 Minuten) wollten die dafür haben. Das war echt der Hit !
Auf dem Bahnsteig angelangt trafen wir ein deutsches Pärchen (auch unterwegs zum Aerosalon), das uns davor warnte in die gerade einfahrende Linie einzusteigen.
Laut Plan würde diese zwar auch in le Bourget anhalten, aber wie gesagt auch nur nach Plan. Meistens führe sie nämlich durch !
Also nahmen wir eine andere Linie, die uns nach ungefähr 15 Minuten nach le Bourget brachte.
Beim Aussteigen am dortigen Bahnhof traf uns fast der Schlag.
Menschenmassen ohne Ende, Ordner die per Megaphon irgendetwas auf Französich in die Menge brüllten und keinerlei Hinweisschilder auf den Aerosalon.
Es soll allerdings auch dort Shuttlebusse gegeben haben, für die man allerdings noch einmal 5€ pro Fahrt latzen sollte.
Auf der ILA in Berlin war das Alles kostenlos !
Zielsicher schlossen wir uns einfach den Menschenmassen an und erreichten nach etwa 2 Kilometern quer durch le Bourget das Ausstellungsgelände.
Der Einlass lief relativ schnell ab. Nach absoluter stümperhafter Taschenkontrolle kamen wir an die Kassen, an der wir 12€ für den Eintritt los wurden. Im Gegensatz zur ILA Berlin (15€) war das günstig.
Nach einem kurzen Marsch über staubigen Schotter (für Eltern mit Kinderwagen war das mal gar nichts) erblickten wir bereits die ersten ausgestellten Sportflugzeuge.
Wir hatten bereits 10.00 Uhr und ca. 28 Grad Lufttemperatur.
Als Informationsmaterial gab es lediglich einen Lageplan. Ein Programm suchte man vergebens.
Bereits bei den kleineren (für mich uninteressanteren) Flugzeugen gab es einen enormen Menschenauflauf, sodass man sich zum Fotografieren eines Objektes regelrecht anstellen musste.
Mittlerweile war es 13.00 Uhr und weit über 30 Grad heiß. In die Austellunghallen, die einem hätten Schatten bieten können, wurde man meist von der Polizei gar nicht mehr hineingelassen.
Affenhitze
Gedränge in der Hitze
Der einzige Schattenspender auf der Austellung war eine Boeing 777, unter deren Rumpf und Tragflächen hunderte Menschen im Schatten zusammenkauerten.
Na gut, dann holen wir uns halt ein kaltes Wasser zur Erfrischung.
Das gab es auch an allen Getränkeständen für einheitliche 3,50 € (0,33 Liter Flasche).
Bei diesen Preisen bevorzugten wir dann doch das Verdursten. Bzw. ich füllte meine Trinkflasche einfach mit Frischwasser aus einem Toilettenhäuschen.
Je mehr wir uns dem Stellplatz des A380 näherten umso mehr drängten sich die Besucher in der brütenden Hitze.
Wie gesagt, ein Flugprogramm gab es nicht, sodass man immer wieder auf eine Neues überrascht wurde mit dem was sich gerade am Himmel abspielte.
Von Organisation gab es bei dieser Ausstellung keine Spur. Zwar jede Menge Polizisten; allerdings sorgten die nur dafür, den Besuchern das Leben noch schwerer zu machen.
An Flugzeugen bzw. Flugvorführungen hat der Aerosalon nicht viel mehr zu bieten als die ILA in Berlin.
Vielleicht ist die Fläche ein wenig größer.
Ich kann nur jedem von einem Besuch dort abraten. Es lohnt sich wirklich nicht. Den geht es da mehr um abzuschliessende Geschäfte als um das Publikum.
Fazit: Alle 2 Jahre ILA Berlin und gut ist !!!!!!!